Ausstellungsprogramm 2018

Die Neunte Kunst: Aktuelle deutsche Graphic Novels

3. Februar bis 6. Mai 2018

13 zeitgenössische, national wie international ausgezeichnete Comiczeichnerinnen und -zeichner aus Deutschland zeigen im Horst-Janssen-Museum ihre neuesten Arbeiten.  Den Auftakt dazu bilden die Zeichnungen des deutschen Graphic Novel-Pioniers Hans Hillmann. In der Schau geht es nicht in erster Linie um die Comic-Prints und die Bücher selbst. Vielmehr sollen die Originalzeichnungen und die Vorgeschichte der Bücher im Fokus stehen. Die Besucher können studieren, wie individuell die  Künstlerinnen und Künstler an ihre Projekte herangehen, wie verschiedenartig  ihre Gestaltungsmittel, ihre Handschriften, Erzählweisen und technischen Verfahren sind.

Die ausgestellten Graphic Novels sind nicht nur stilistisch vielgestaltig, sondern auch thematisch breit aufgestellt. Die Geschichten erzählen von einschneidenden Erfahrungen aller Art, von Alltagsdramen und persönlichen Traumata. Katastrophen im Kleinen sind mit weltpolitischen Erschütterungen verstrickt. Geschichtliche Ereignisse sind gleichermaßen Gegenstand wie aktuell Gesellschaftspolitisches. Neben autobiografischen Stoffen und Biografien finden sich Auseinandersetzungen mit Klassikern der Weltliteratur oder auch Comics, die als Reportagen angelegt sind.

Künstlerinnen und Künstler: Anke Feuchtenberger, Anna Haifisch, Barbara Yelin, Birgit Weyhe, Felix Pestemer, Hans Hillmann, Isabel Kreitz, Jakob Hinrichs, Lukas Jüliger, Max Baitinger, Olivier Kugler, Reinhard Kleist, Simon Schwartz, Ulli Lust

Eröffnung: Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr gemeinsam mit dem Stadtmuseum Oldenburg

Die Ausstellung ist Teil der Kooperation „Die Neunte Kunst“ zusammen mit dem Stadtmuseum Oldenburg und dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst.

  

Man Ray: Magier auf Papier

26. Mai bis 26. August 2018

Der 1890 in den USA geborene und 1976 in Paris gestorbene Fotograf, Maler und Objektkünstler zählt zu den wichtigsten Vertretern des Dadaismus und Surrealismus. Er hat darüber hinaus wesentlichen Einfluss auf die moderne Fotografie und Filmgeschichte genommen. Bekannt wurden vor allem seine inszenierten Porträtfotografien zeitgenössischer Künstler aus dem künstlerischen und literarischen Leben im Paris der 1920er- und 30er-Jahre. „Le violon d‘Ingres“ ist nur ein Beispiel seiner extrem ästhetischen und zugleich erotisch aufgeladenen Bildsprache.

Man Ray hat aber auch mit Gegenständen experimentiert, indem er sie mit Hilfe von fotografischen Verfahren verfremdete. Die Ergebnisse verwendete er als Inspiration für seine Zeichnungen und Gemälde. Wir zeigen neben einer Auswahl von Man Rays wichtigsten Fotografien auch die so genannten Rayogramme, bei denen die Objekte direkt auf lichtempfindlichem Papier arrangiert und belichtet wurden, und eine Auswahl seiner weniger bekannten Zeichnungen.

   

Hund, Katze, Maus – Tiere im Werk von Horst Janssen

Mitte Juni bis Ende Oktober 2018

Das Betrachten und Zeichnen von Tieren hat Horst Janssen zeit seines Lebens fasziniert. Während seiner gesamten Schaffenszeit  von den 1950er-Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1995 hat Janssen diese Geschöpfe zum Thema seiner Kunst gemacht. Er nutzt dazu das gesamte Spektrum seiner druckgrafischen Techniken, dazu seine Zeichnungen und Aquarelle.  Dabei ist es in den Zeichnungen insbesondere die genaue Beobachtung  der Natur, die Janssens Darstellungen von Hunden und Katzen zu beeindruckenden Tierporträts macht. Nicht selten sind die Tiere Sinnbild für Charaktere oder für Empfindungen.

Die Arbeiten zum Thema Tier werden in den Sommermonaten in der zweiten Ausstellungsebene des Horst-Janssen-Museums präsentiert. Die Werke sind dem eigenen Bestand entnommen.

   

Monika Bartolomé und das Museum für Zeichnung

September bis Dezember 2018

Die Kölner Künstlerin Monika Bartholomé hat als aktuelles Projekt ein „Museum für Zeichnung“ erdacht und erschaffen. Es ist ein „nomadisches“ Museum, ohne festen Ort und wird ab September 2018 im Horst-Janssen-Museum gastieren. Das Hauptinteresse dieses „Museums“ liegt auf der Zeichnung als universellem Ausdrucksmittel des Menschen. „Das Museum für Zeichnung“ unterscheidet nicht zwischen angewandter und freier Kunst oder Äußerungen aus dem Alltag und anderen kunstfernen Gebieten, sondern spiegelt wie eine Wunderkammer den subjektiven Blick der Sammlerin wider. Besonders – und nicht museal – ist, dass man die Fundstücke von Monika Bartholomé  in die Hand nehmen und neue und eigene Bezüge zu ihnen herstellen darf.

   


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