Horst-Janssen-Museum Oldenburg
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Ausstellungsprogramm 2018

Die Neunte Kunst: Aktuelle deutsche Graphic Novels

3. Februar bis 6. Mai 2018

13 zeitgenössische, national wie international ausgezeichnete Comiczeichnerinnen und -zeichner aus Deutschland zeigen im Horst-Janssen-Museum ihre neuesten Arbeiten.  Den Auftakt dazu bilden die Zeichnungen des deutschen Graphic Novel-Pioniers Hans Hillmann. In der Schau geht es nicht in erster Linie um die Comic-Prints und die Bücher selbst. Vielmehr sollen die Originalzeichnungen und die Vorgeschichte der Bücher im Fokus stehen. Die Besucher können studieren, wie individuell die  Künstlerinnen und Künstler an ihre Projekte herangehen, wie verschiedenartig  ihre Gestaltungsmittel, ihre Handschriften, Erzählweisen und technischen Verfahren sind.

Die ausgestellten Graphic Novels sind nicht nur stilistisch vielgestaltig, sondern auch thematisch breit aufgestellt. Die Geschichten erzählen von einschneidenden Erfahrungen aller Art, von Alltagsdramen und persönlichen Traumata. Katastrophen im Kleinen sind mit weltpolitischen Erschütterungen verstrickt. Geschichtliche Ereignisse sind gleichermaßen Gegenstand wie aktuell Gesellschaftspolitisches. Neben autobiografischen Stoffen und Biografien finden sich Auseinandersetzungen mit Klassikern der Weltliteratur oder auch Comics, die als Reportagen angelegt sind.

Die Ausstellung ist Teil der Kooperation „Die Neunte Kunst“ zusammen mit dem Stadtmuseum Oldenburg und dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst.

  

Man Ray: Magier auf Papier

27. Mai bis 26. August 2018

Der 1890 in den USA geborene und 1976 in Paris gestorbene Fotograf, Maler und Objektkünstler zählt zu den wichtigsten Vertretern des Dadaismus und Surrealismus. Er hat darüber hinaus wesentlichen Einfluss auf die moderne Fotografie und Filmgeschichte genommen. Bekannt wurden vor allem seine inszenierten Porträtfotografien zeitgenössischer Künstler aus dem künstlerischen und literarischen Leben im Paris der 1920er- und 30er-Jahre. „Le violon d‘Ingres“ ist nur ein Beispiel seiner extrem ästhetischen und zugleich erotisch aufgeladenen Bildsprache.

Man Ray hat aber auch mit Gegenständen experimentiert, indem er sie mit Hilfe von fotografischen Verfahren verfremdete. Die Ergebnisse verwendete er als Inspiration für seine Zeichnungen und Gemälde. Wir zeigen neben einer Auswahl von Man Rays wichtigsten Fotografien auch die so genannten Rayogramme, bei denen die Objekte direkt auf lichtempfindlichem Papier arrangiert und belichtet wurden, und eine Auswahl seiner weniger bekannten Zeichnungen.

Eröffnung: Samstag, 26. Mai, 19 Uhr
  

   

Hund, Katze, Maus. Tierdarstellungen von Horst Janssen aus der Sammlung

23. Juni bis 23. September 2018

Das Betrachten und Zeichnen von Tieren hat Horst Janssen zeit seines Lebens fasziniert. Während seiner gesamten Schaffenszeit  von den 1950er-Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1995 hat Janssen diese Geschöpfe zum Thema seiner Kunst gemacht. Er nutzt dazu das gesamte Spektrum seiner druckgrafischen Techniken, dazu seine Zeichnungen und Aquarelle.  Dabei ist es in den Zeichnungen insbesondere die genaue Beobachtung  der Natur, die Janssens Darstellungen von Hunden und Katzen zu beeindruckenden Tierporträts macht. Nicht selten sind die Tiere Sinnbild für Charaktere oder für Empfindungen.

Die Arbeiten zum Thema Tier werden in den Sommermonaten in der zweiten Ausstellungsebene des Horst-Janssen-Museums präsentiert. Die Werke sind dem eigenen Bestand entnommen.

  

finde alles - suche nichts. kleine und große Werke von Monika Bartholomé

16. September bis 25. November 2018

Die Kölner Künstlerin Monika Bartholomé hat ein „Museum für Zeichnung“ erdacht. Es ist ein „nomadisches“ Museum ohne festen Ort und wird ab September im Horst-Janssen-Museum gastieren. Das Hauptinteresse dieses „Museums“ liegt auf der Zeichnung als universellem Ausdrucksmittel des Menschen. Ohne Unterschied zwischen angewandter und freier Kunst oder zeichnerischen Äußerungen aus dem Alltag und anderen kunstfernen Gebieten.

In der Ausstellung wird außerdem der große Werkzyklus „Kosmos Personalis“ von Monika Bartholomé zu sehen sein. Er besteht aus 185 Fotos, Skizzen, Zeichnungen und Texten aus Überschriften, die sie gesammelt und arrangiert hat, um wichtige Schritte aus ihren verschiedenen Schaffensphasen festzuhalten. Dieser Bilderkosmos entwickelte sich über zehn Jahre und umfasst Arbeiten angefangen bei einer Kinderzeichnung von 1957 bis zu den letzten Arbeiten aus 2002.

   

Gustav Kluge: Druckstöcke zwischen Werk und Werkzeug

9. Dezember 2018 bis 24. März 2019

Ende des Jahres beschäftigen wir uns mit einer druckgrafischen Technik, die maßgeblich für den Erfolg des jungen Horst Janssen verantwortlich war: der Holzschnitt.

Gustav Kluge (*1947) ist zunächst als Maler bekannt; mit seinen figurativen, dabei oft düsteren Darstellungen zählt er zu den Vertretern der „Neuen Wilden“. Im Horst-Janssen-Museum interessierten uns seine großformatigen Holzschnitte. Hier hat Kluge einen sehr individuellen Ansatz: Denn oft gibt es nur einen einzigen oder wenige Abzüge von seinen Druckstöcken. Dafür treten diese Druckstöcke wie eigene Skulpturen auf. Die bearbeiteten und bemalten, ehemalige Dielenböden, Türblätter und Baumscheiben sind einerseits Werkzeuge und andererseits autonome Kunstobjekte. Je nach Größe und Gestalt wirken sie zuweilen grobschlächtig, zuweilen sensibel und lassen einen völlig neuen Blick auf die Technik des Holzschnittes zu. Die Ausstellung findet als Kooperation mit dem Spendhaus, Reutlingen, und dem Museum Lothar Fischer, Neumarkt, statt.