Man Ray. Magier auf Papier

Ausstellung vom 27. Mai bis 26. August 2018
  

© Man Ray Trust Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Das Horst-Janssen-Museum zeigt ab dem 27. Mai die große Sonderausstellung "Man Ray. Magier auf Papier". Man Ray hat als Maler, Objektkünstler und insbesondere als Fotograf großen Einfluss auf die moderne Fotografie und auch die Filmgeschichte genommen. Er zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerischen Arbeiten gehören zu den Ikonen der Moderne. Mit großer Experimentierfreude und ebensolcher Freiheit in der Wahl der künstlerischen Mittel versuchte Man Ray in seinen Werken, die Grenzen der Kunst zu überschreiten. Mit rund 140 Ausstellungsstücken widmet sich das Horst-Janssen-Museum nun seinen Arbeiten auf Papier. Zu sehen sind unter anderem die bekannten Fotografien, aber auch seine bislang wenig gezeigten Zeichnungen und druckgrafische Serien wie sein subtil-erotisches ‚Alphabet pour Adultes‘.

© Man Ray Trust Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2018


Dadaist und Surrealist

Begonnen hat der 1890 in den USA geborene und 1976 in Paris gestorbene Künstler mit der Malerei, zunächst allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Erst die Fotografie ermöglichte es ihm, von seiner Kunst zu leben. Im Paris der 1920er und -30er Jahre war er eine zentrale Figur des Dadaismus und Surrealismus mit engen Kontakten zur künstlerischen Avantgarde. Er entwickelte einen eigenen, unverwechselbaren Stil, mit dem er vor allem seine Porträtfotografien inszenierte. 

Auf Ebene 3 des Horst-Janssen-Museums finden Sie ein Mind Map. Das Schaubild soll die Zusammenhänge zwischen Man Ray dem Dadaismus und Surrealismus verdeutlichen. Die Gestaltung hat Melanie Robinet alias Fräulein Süßholz übernommen. Damit Sie sich die Zusammenhänge auch zu Hause anschauen können, stellen wir Ihnen das Schaubild als Datei zur Verfügung » (PDF). 
  

© Man Ray Trust Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Rayogramm – Das Foto ohne Kamera
Man Rays Lieblingsmotive waren schöne Frauen, wie etwa seine Geliebten, das Model Kiki de Montparnasse und seine Schülerin und Assistentin Lee Miller. Er entwickelte ideenreich durchdachte Positionierungen seiner Modelle vor der Kamera und schuf eine magisch anmutende Lichtgebung innerhalb der Szenerien.  Revolutionär ist Man Rays Entwicklung der Rayografie. Dabei legte er Alltagsgegenstände auf Fotopapier und setzte sie verschiedenen Lichtquellen aus. Die verschwommenen Konturen dieser "Fotos ohne Kamera" fanden bei den Dadaisten und später bei den Surrealisten großen Anklang. Der Dichter Jean Cocteau bezeichnete Man Ray als "Poeten der Dunkelkammer". 

Das Rahmenprogramm mit allen Veranstaltungen zu "Man Ray" finden Sie im Ausstellungsflyer » (PDF 2 MB).