Otto Pankok - Von der Landschaft gezeichnet
17. März bis 26. Mai 2013
Otto Pankok - Von der Landschaft gezeichnet
Frühe Kohlezeichnungen
Das Horst-Janssen-Museum erinnert an eine Ausstellung des jungen Otto Pankok im Jahr 1913 in Oldenburg. Vor rund 100 Jahren fand im Lappan, in der einstigen Kunsthandlung Oncken, die erste Einzelausstellung des bekannten Rheinländers statt. Vor diesem Hintergrund - und zum 120. Geburtsjahr des Künstlers - wird das Frühwerk präsentiert, das 1913 in Dötlingen, im damaligen Oldenburger Großherzogtum, entstanden ist. Die Dötlinger Schaffensphase war eine ebenso kurze wie intensive Episode im Leben des passionierten Zeichners, die mit Beginn des 1. Weltkriegs jäh beendet wurde.
Da Pankok seine unverkennbar typische Bildsprache erst nach dem Krieg und unter dem späten Einfluss des Expressionismus entwickelte, stellen die Dötlinger Werke das einzigartige Jugendwerk des gerade Zwanzigjährigen dar. Schon in jener Zeit konzentrierte sich der Künstler auf die monochrome Arbeit mit Kohle, der er zeitlebens treu blieb und die er schließlich zur Perfektion brachte.
Mit der Verbreitung der Pleinair-Malerei und dem Aufblühen der Heimatbewegung hatte sich in Dötlingen bereits um 1900 eine kleine Künstlerkolonie gebildet.
Nachdem Pankok die Ausbildung an den Kunstakademien in Düsseldorf und Weimar nach mehreren Monaten abgebrochen hatte, fand er hier die gesuchten Sujets.
In Dötlingen schuf er eine Vielzahl beeindruckender Zeichnungen - vorrangig Landschaften und Portraits der Dorfbevölkerung. Intensiv, mit konzentriertem Einfühlungsvermögen und zeichnerischer Sicherheit, gab sich der gerade Zwanzigjährige dem Dötlinger Leben hin. Es entstanden großformatige Kohlezeichnungen und einige Radierungen.
Während seines Aufenthalts in Dötlingen wurde Wilhelm von Busch, Kunstkritiker und zugleich Chefredakteur der Oldenburger Nachrichten für Stadt und Land, auf den ambitionierten Autodidakten aufmerksam und vermittelte einen Kontakt zum Kunsthändler Oncken.
Wenngleich keine präzisen Kenntnisse wie Titellisten über die damals ausgestellten Werke überliefert sind, so sind doch zahlreiche Arbeiten aus dem Jahr 1913 erhalten, um eine Vorstellung von dem frühen Oeuvre zu erhalten, welches dem Kunstpublikum damals präsentiert wurde.
Der Katalog zur Ausstellung ist zum Preis von 14 Euro im Museumsshop erhältlich.
Das Faltblatt zur Ausstellung >> (PDF, 1,04 MB).



