Folgende Ausstellungen waren im Jahr 2006 zu sehen

- Toulouse-Lautrec

- Horst Janssen, Skandinavische Reise

- Jorge Queiroz

- Ausgesponnen und Meisterlich
"Gegen die Zeit gezeichnet"
Blumen und andere Stillleben von Horst Janssen
15. November 2005 - 12. März 2006
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Jorge Queiroz
"what paper can support"
21. März - 7. Mai 2006
Jorge Queiroz arbeitet ausschließlich auf Papier. Aus diesem Grund ist er als Künstler für das Horst-Janssen-Museum besonders interessant. Der Bildträger Papier schränkt ihn allerdings nicht ein. Der 1966 in Lissabon geborene Künstler lebt und arbeitet heute in Berlin. Von 1990 bis 1999 hat er an drei Kunstakademien Zeichnung und Malerei studiert: Centro de Arte e Comunicação Visual, Lisboa; Royal College of Art, London und School of Visual Arts, New York. 2003/04 war er Stipendiat der Fundação Calouste Gulbenkian und hat am Internationalen Atelierprogramm des Künstlerhauses Bethanien in Berlin teilgenommen. Wichtige Ausstellungsbeteiligungen bisher waren die Biennale in Venedig 2001, die Ausstellung "Works on paper" der Galerie Max Hetzler in Berlin 2005 und aktuell die Berlin Biennale.
Neben allen Variationen des harten und weichen Graphits, benutzt Jorge Queiroz Pastellkreiden, Aquarelltuschen, Ölfarben und Lacke. "Mixed Media" - so lapidar gibt der Künstler die Technik an, mit der er seine Zeichnungen, die allesamt "ohne Titel" sind, schafft.
Es entsteht ein spannungsvolles und ungewöhnliches Nebeneinander von Grautönen und farbigen Werten, von Linien, Strichlagen und Schattierungen. Das freie Assoziieren des Betrachters ist erlaubt und erwünscht. Queiroz legt seine Arbeiten so offen wie möglich an. Menschliche Figuren kann man in fast allen Zeichnungen ausmachen. Allerdings fehlt ihnen jeder Halt; die Räume, die sie umgeben, sind in Auflösung begriffen und auch der begrenzende Rand des Papiers hat keinen abschließenden Charakter. Die Zeichnung könnte immer weiter fließen, und folgerichtig konstatiert Queiroz; das Schwierigste sei für ihn zu entscheiden, wann eine Zeichnung beendet sei.
Für seine Ausstellung in Oldenburg wird Jorge Queiroz eine neue Arbeit entwickeln. Im Kontext des Horst-Janssen-Museums veranschaulichen die überbordenden, entgrenzten Traumwelten von Queiroz einen weiteren Aspekt der Kunst auf Papier.
Die Bremer Landesbank unterstützt die Ausstellung im Rahmen ihrer "Kontakte zur Kunst".
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Die skandinavische Reise
Zeichnungen und Radierungen von Horst Janssen
12. Mai - 24. September 2006
„Ich will Norweger werden“ Im September 1971 unternahm Horst Janssen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Gesche Tietjens eine Reise durch Norwegen, Finnland und Schweden. Die 5800 Kilometer lange Autofahrt mit “Volvi, der aus der Gegend ist“ führte von Svanshall nach Oslo, Trondheim, Narvik, Hammerfest, Lakselv, Inari, Rovaniemi, Sundsvall, Väner, Vättern-See, Helsingborg und zurück zum Ausgangspunkt Svanshall. Janssen schrieb ein Reisetagebuch und verarbeitete die Reise künstlerisch. Es entstanden Zeichnungen und Radierungen, die viel von dem mal herben, mal lieblichen Charakter Skandinaviens wiedergeben. Die Ausstellung bietet durch die Fotografien von Gesche Tietjens auch Einblicke in persönliche Momentaufnahmen der gemeinsamen Reise.
Bei der „skandinavischen Reise“ können neben seinen Arbeiten auch Janssens ungewöhnliche Texte in Form von Reisetagebuchaufzeichnungen entdeckt werden. Immer wieder faszinieren Horst Janssens literarische Beschreibungen und seine lapidaren Kommentare.
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Toulouse-Lautrec
Paris. Plakat. Publicité
6. Oktober – 17. Dezember 2006
Die Plakate von Henri de Toulouse-Lautrec (1864 – 1901) üben eine ganz besondere Faszination aus. Sie sind geradezu Ikonen der Kunstgeschichte geworden. In künstlerischer Hinsicht hat Toulouse-Lautrec das Werbeplakat Ende des 19. Jahrhunderts zur Kunstgattung erhoben. Und gleichzeitig sind ihm Entwürfe von ungeheurer Ausstrahlung und Popularität gelungen, die sich in zahllosen Reproduktionen manifestieren. Im Horst-Janssen-Museum Oldenburg sind sie fast alle als Originallithografien zu sehen.
Die Plakate von Toulouse-Lautrec bewerben das Pariser Nachtleben am berüchtigten Montmartre, aber auch Zeitschriften, Romane, Kunstausstellungen und neue Produkte, die vorgestellt werden sollen. Immer schafft es der Künstler, ein Motiv zu visualisieren, das sich einprägt, das im besten Sinne des Wortes plakativ zu nennen ist. Die Vereinfachung der Form, die großflächig angelegte Farbigkeit und die pointierte Schilderung der dargestellten Figuren sind die Erkennungszeichen seiner neuen Plakatkunst. Damit bereitet er den Weg für eine Plakatgestaltung, die viele Künstler und Grafiker inspiriert hat.
Für das Horst-Janssen-Museum Oldenburg ist es von besonderem Interesse, die Werke von Toulouse-Lautrec zu präsentieren, schließlich hat Janssen selbst weit über 100 Plakate, meist für die Ankündigung seiner eigenen Ausstellungen, geschaffen. Beispielhafte Plakatentwürfe von Janssen werden zeitgleich gezeigt.
Bei den Plakatmotiven von Henri de Toulouse-Lautrec handelt es sich um Leihgaben aus der Kunsthalle Bremen, dem Deutschen Plakatmuseum Essen, den Krefelder Kunstmuseen, der Hamburger Kunsthalle, der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin, dem Sprengel Museum Hannover, dem Kunstmuseum Basel und einem privaten Leihgeber.
Die Ausstellung „Toulouse-Lautrec“ wird unterstützt von: EWE Stiftung, Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen, Oldenburgische Landesbank AG, StadtMarketing Oldenburg, Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg. Medienpartner sind: Ströer Deutsche Städte Medien, Nordwest-Zeitung.
Es wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten.
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Ausgesponnen und Meisterlich: Das Frühwerk von Horst Janssen
Höhepunkte der Sammlung Vogel C&C
21. Dezember 2006 - 11. März 2007
Sechs Jahre nach der Eröffnung des Horst-Janssen-Museums werden die schönsten und bedeutendsten Blätter aus der Sammlung Vogel C&C gezeigt. Die Privatsammlung des ehemaligen Hochschulpräsidenten der HBK Hamburg Carl Vogel (1923 – 2006) und seiner Frau Carin bildet im Wesentlichen den Bestand des Horst-Janssen-Museums.
Carl Vogel war im Hinblick auf die „Entdeckung“ des Künstlers Horst Janssen ein Mann der ersten Stunde. Die frühesten Arbeiten, die er von ihm gesammelt hat, sind Studienarbeiten aus den späten 40er Jahren. Von dieser Zeit an hat Carl Vogel das Werk des Zeichners bis in die frühen 70er Jahre begleitet und beobachtet und herausragende Blätter zusammengetragen.
Heute befindet sich dieses Frühwerk von Horst-Janssen, das rund 1800 Blätter umfasst, in „seinem“ Museum in Oldenburg und ist in dieser Geschlossenheit einzigartig. „Ausgesponnen und meisterlich“ sind die 80 Zeichnungen, Lithografien, Radierungen und Holzschnitte, die in der Sonderausstellung präsentiert werden. Es gibt erotische „Fleischzeichnungen“ vom „Millionenstrichler“, wie sich Janssen in der Zeit nennt. Frühe Lithografien, die einfühlsame Porträts darstellen, und Radierfolgen, wie „Nana“, „L’heure de Mylène“ und „Harald im Park“, die skurril und anzüglich zugleich sind. Es werden Arbeiten aus seiner „Kritzelphase“ zu sehen sein, die stark von der Art brut inspiriert sind, und große, farbintensive Holzschnitte, die Menschen und Tiere abbilden, mit denen Janssen Ende der 50er Jahre in Hamburg Furore gemacht hat.
Während der Entstehung dieses Frühwerkes hat Janssen auf internationaler Ebene seinen größten Erfolg gefeiert: 1968 erhielt bei der Biennale in Venedig den Sonderpreis für Grafik. Die nicht immer leicht zugänglichen Arbeiten aus dem Frühwerk gehören mit Sicherheit zu den anspruchsvollsten und wichtigsten Arbeiten des Künstlers.
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