Ausstellungsjahr 2015

Beuys ohne Hut
Karin Székessy fotografiert Künstler
25. Januar bis 26. April 2015

Mit dieser Ausstellung widmet sich das Horst-Janssen-Museum erstmals dem Medium der Fotografie. Gezeigt werden Porträts von über sechzig Künstlern der Gegenwart, einfühlsam und sehr authentisch fotografiert von der Hamburger Fotografin Karin Székessy.
Inspiriert durch persönliche Begegnungen mit Malern, Zeichnern, Grafikern und Bildhauern entstehen seit den späten 1950er Jahren bis heute meist in Schwarz-Weiß fotografierte Porträts, in denen es Székessy gelingt, die enge Verzahnung zwischen dem dargestellten Künstler und seiner Kunst in die Fotografie miteinfließen zu lassen. Unter den Porträtierten finden sich so bekannte Künstlerpersönlichkeiten wie Joseph Beuys, Meret Oppenheim, Elvira Bach und Jonathan Meese. Als Ort ihrer Porträts wählt Karin Székessy oftmals das Atelier der Künstler. Sie nennt diese Arbeiten Dialoge und drückt mit diesem Werktitel die bestehende Wechselwirkung zwischen sich als Fotografin, dem Künstler und dessen Kunst aus.
Neben den Fotoporträts sind die porträtierten Künstler mit jeweils mit einer künstlerischen Arbeit in der Ausstellung vertreten. Die Schau gibt somit einen Abriss über die  Kunstgeschichte der vergangenen fünfzig Jahre und beleuchtet nebenher das künstlerische Umfeld von Horst Janssen.
Karin Székessy zählt zu den wichtigsten Fotografinnen Deutschlands. Bekannt geworden ist sie durch ihre sehr einfühlsam fotografierten Frauenakte.

 

Salvador Dalí – Illustrator
Der geniale Spanier und die Weltliteratur
14. Mai bis 4. Oktober 2015


Dalí hat neben seinen surrealistischen Gemälden auch kontinuierlich Druckgrafik geschaffen. Bei der Wahl seiner Motive ließ er sich häufig von der Literatur inspirieren. 
Im Jahr 2015, in dem Dante Alighieri 750 Jahre geworden wäre, zeigen wir ausgewählte Holzstiche nach Aquarellen von Salvador Dalí zu Dantes epochalem Meisterwerk „Die Göttliche Komödie“ (1302-1319). „Es ist ein Werk, das mich bis zur Besessenheit anzieht“, schreibt Dalí über seine literarische Vorlage und überrascht durch sehr freie Interpretationen der Textstellen.
„Don Quijote de la Mancha“ ist der unerschrockene Held des Romans (1605-1615) von Miguel de Cervantes. Auch ihm hat Dalí in seinen Illustrationen ein bildnerisches Denkmal gesetzt. In den „Zehn Wegen zur Unsterblichkeit“ (Dix Recettes de l’Immortalité) begegnet uns Dalí zusätzlich als Autor und stellt seinen Bildmotiven auch eigene surreale Texte gegenüber.

 

Meisterwerke aus einer Hamburger Privatsammlung
14. Juli bis 1. November 2015


In regelmäßigen Abständen zeigt das Museum ausgewählte Werke von Horst Janssen aus Privatsammlungen, denn ungewöhnlich viele Arbeiten von Janssen befinden sich in privater Hand und sind der Öffentlichkeit nur schwer zugänglich. Die Tradition, die das Horst-Janssen-Museum begründet hat, indem immer wieder auch diese privaten Sammler ihre Schätze für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen, kann in den Monaten August/September/Oktober 2015 fortgeschrieben werden. Wir freuen uns, Zeichnungen und Aquarelle von Horst Janssen aus einer Hamburger Sammlung, die vor allem Porträts, Stillleben und Landschaften als Thema hat, dem Publikum vorstellen zu können.

 

Die Geister, die sie riefen
Lust- und Angstphantasien von
Horst Janssen und Johann Heinrich Füssli
21. November 2015 bis 14. Februar 2016


Johann Heinrich Füssli (1741-1825), der nach England exilierte Schweizer, war einer der bedeutendsten und extravagantesten Künstlergestalten der europäischen Kunst um 1800. Literarisch hochgebildet gab er in Gemälden und Zeichnungen phantastischen Geisterwesen aller Art ein Gesicht: Elfen, Hexen und Dämonen setzen den Menschen zu und sind die Hauptakteure in seinen unkonventionellen, wirkmächtigen Bilderfindungen.

Füsslis spukhafte und emotional entfesselte Bilderwelt inspririerte Janssen. Von 1973 bis 1975 schuf er die eindringliche Radierfolge „Der Alp – Variationen zu Johann Heinrich Füssli“, die gemeinsam mit ihren Vorlagen im Zentrum der Schau stehen wird. Leihgeber aus dem In- und Ausland unterstützen das Projekt in großzügiger Weise. Die Ausstellung bietet zudem den willkommenen Rahmen, den aus Oldenburg stammenden und bis heute bedeutendsten Füssli-Forscher Gert Schiff (1926-1990) zu ehren.

 

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