Horst-Janssen-Museum Oldenburg
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg
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www.horst-janssen-museum.de

Ausstellungsjahr 2016

Die Geister, die sie riefen …
Lust- und Angstphantasien von Horst Janssen und Johann Heinrich Füssli
21. November 2015 bis 14. Februar 2016


In dieser Ausstellung setzt das Museum die Reihe von Janssens Zwiegesprächen mit
einem seiner „adoptierten Ahnen“ aus der Kunstgeschichte fort. Johann Heinrich
Füssli (1741-1825), der nach England exilierte Schweizer, war eine der bedeutendsten
und extravagantesten Künstlergestalten der europäischen Kunst um 1800. Literarisch
hochgebildet gab er in Gemälden und Zeichnungen phantastischen Geisterwesen
aller Art ein Gesicht: Elfen, Hexen und Dämonen setzen den Menschen zu und sind
die Hauptakteure in seinen unkonventionellen, wirkmächtigen Bilderfindungen.

Füsslis spukhafte und emotional entfesselte Bilderwelt inspirierte Janssen. Von 1973
bis 1975 schuf er die eindringliche Radierfolge „Der Alp – Variationen zu Heinrich
Füssli“, die gemeinsam mit ihren Vorlagen im Zentrum der Schau steht. Leihgeber
aus dem In- und Ausland unterstützen das Projekt in großzügiger Weise. Die Ausstellung
bietet zudem den willkommenen Rahmen, den aus Oldenburg stammenden und
bis heute bedeutendsten Füssli-Forscher Gert Schiff (1926-1990) zu ehren.


Move The Line
Zeichnung und Animation
28. Februar bis 22. Mai 2016


In einem Haus für Zeichnung und Grafik, wie dem Horst-Janssen-Museum, ist es spannend
und unverzichtbar, nach der „Zeichnung heute“ zu fragen. Die klassische Zeichnung
auf Papier und ihre Erweiterung in den Raum hat die letzten Jahrzehnte bestimmt.

In der Ausstellung „Move The Line“ werden vier Künstler/innen vorgestellt, die von der
klassischen Zeichnung ausgehen, sie aber durch Animationen erweitern. Dabei inspirieren
und ergänzen sich die Medien gegenseitig. Die Papierarbeit ist nach wie vor die
analoge Formulierung des Gedankens, der Animationsfilm seine digitale Verlebendigung
zu einem Thema. Dabei lässt sich die sinnliche Qualität einer Zeichnung durch ein
vermeintlich kaltes, technisches Verfahren durchaus steigern. Dazu kommt eine neue
Offenheit in diesen „Zeichnungen“, die die Besucher teilweise interaktiv ausgestalten
können.

Ausstellende Künstlerinnen und Künstler:

Robbie Cornelissen (Utrecht), Carolin Jörg/Michael Fragstein (Stuttgart), Bettina Munk (Berlin) und Matthias Reinhold (Ulm). Alle vier Künstler/innen werden auf www.lines-fiction.de, einer Internet-Plattform für Zeichnung und Animation, vorgestellt.


Künstlerplakate von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely
5. Juni bis 4. September 2016


Niki de Saint Phalle (1930-2002), die Erfinderin der Nanas, der großen und bunten Frauenfiguren mit den barocken Körperformen, und Jean Tinguely (1925-1991), bekannt als Konstrukteur kinetischer Maschinen- und Klangplastiken, waren privat ein Paar. 1956 waren sich Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely erstmals begegnet, zu Beginn der 1960er Jahre gehörten beide der Pariser Gruppe der „Nouveaux Realistes“ an und ihre künstlerische Beziehung endete erst mit dem Tod Tinguelys.

Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely stehen für ausgeprägte künstlerische Positionen, ihre Arbeiten sind in den bedeutendsten Museen der Welt vertreten. Betrachtet man die Plakatkunst dieses schillernden Künstlerpaares, sind die spezifischen Eigenheiten der jeweiligen künstlerischen Position sofort erkennbar. Saint Phalle bleibt auch in ihren selbstgestalteten Plakaten, die im Wesentlichen auf eigene Ausstellungen und Aktionen aufmerksam machen sollen, ihrem Thema der schwebenden, dicken Frauenfiguren treu. Ebenso überträgt Tinguely in seinen Plakaten seine künstlerischen Ausdrucksformen von der Plastik auf das Papier.

Insgesamt sind rund 140 Plakate, deren Farbenpracht und Fantasie einzigartig ist, während ihrer bald vierzig Jahre währenden Beziehung entstanden – die hundert schönsten dieser Arbeiten werden in Oldenburg präsentiert.


Der Horst Janssen Archipel
Die Reise geht weiter ...
17. September 2016 bis 15. Januar 2017


Den Besucher erwarten in dieser Ausstellung sechs Themeninseln, die Leben und Werk unseres Künstlers erhellen. Neben seinen bekannten Meisterzeichnungen, Plakatentwürfen und druckgrafischen Arbeiten zeigt die Schau viele unbekannte Arbeiten, darunter beiläufige Notizen und illustrierte Korrespondenz, aber auch sehr persönliche Gegenstände aus Horst Janssens Umfeld.

Der Blick auf diese Inselwelt wird ergänzt durch das audiovisuelle Material der Filmemacher Hinrich Lührs und Peter Voss-Andreae, welches bisher nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich war. Die Exponate treten dabei mit den filmischen Einspielungen in einen fesselnden Dialog. Der Besucher lernt Janssens Wirkungsorte, seine zum Teil sehr eigenwilligen Kommunikationsstrategien und -formen oder auch die ihn umgebende Entourage kennen, die sich miteinander zu dem „Horst-Janssen-Archipel“ verdichten.

Den Auftakt dieser multimedialen Ausstellung bildet die Hamburger Station im Altonaer Museum von März bis Juli 2016. In Oldenburg geht die „Reise“ ab September 2016 weiter und endet im Januar 2017.


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