21. Mai bis 29. August 2021

Ilna Ewers-Wunderwald: Expedition Jugendstil

Eröffnungsfilm

(Mit Untertiteln)

Das Horst-Janssen-Museum feiert in diesem Jahr die Wiederentdeckung einer fast vergessenen Künstlerin des Jugendstils, einer Universalkünstlerin der Belle Epoque: Ilna Ewers-Wunderwald (1875 bis 1957). Hochgelobt zu Beginn ihres Schaffens, zog sich die virtuose Zeichnerin, Illustratorin, Übersetzerin, Gestalterin von Möbeln und avantgardistischer Frauenmode und Kabarettistin des "Überbrettl" (Berlin) bereits in den 1920er Jahren aus der Öffentlichkeit zurück. Obwohl sie noch bis zu ihrem Tode zeichnete, geriet ihr Werk über die Jahre mehr und mehr in Vergessenheit. Nach einigen erfolgreichen Ausstellungen ihres Werkes im vergangenen Jahr zeigt nun Oldenburg die umfänglichste Schau ihrer Arbeiten aus rund fünfzig Schaffensjahren. Vom 21. Mai bis zum 29. August können sich die Besucherinnen und Besucher auf rund 75 Arbeiten von Ilna Ewers-Wunderwald freuen, darunter Zeichnungen und Illustrationen.

Ilna Ewers-Wunderwald bewegte sich bis zum Schluss zwischen Jugendstil und Symbolismus, ihr Umgang mit der Farbe war meisterhaft. Sie arbeitete mit chinesischer Tusche und Farbstiften und zeichnete damit höchst dekorative und detailreiche Darstellungen märchenhafter Tiere, fantastischer Pflanzen oder skurriler Fabelwesen.

Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden die hoch ästhetischen und eleganten Entwürfe für Buchumschläge und die fantasievollen Illustrationen und Vignetten für Aufsätze und Erzählungen in Zeitschriften. Meist sind es florale Elemente wie Rankenmotive, aber auch stilisierte Tiere, die sie als Motive nutzte. Die Romane und Erzählungen ihres Mannes, des Schriftstellers Hanns Heinz Ewers, regten sie zusätzlich zu düsteren und morbiden Umschlagentwürfen an. Als Inspirationsquelle dienten ihr Fernreisen und Aufenthalte in Südamerika, der Karibik, in Indien, Australien und Fernost, – insbesondere die Mittelmeerinsel Capri sollte zu einem Ort der Sehnsucht für sie werden.

Rahmenprogramm

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben wir ein überwiegend digitales Rahmenprogramm entwickelt. Da inzwischen wieder öffentliche Führungen und Workshops vor Ort mit begrenzter Personenzahl möglich sind, ergänzen wir unser digitales Programm nach und nach durch Präsenz-Angebote.

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Angebote für Schulklassen und Kindergärten

Wir freuen uns, dass Schulklassen und Kindergartengruppen inzwischen wieder das Museum besuchen dürfen, und laden Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher herzlich ein Führungstermine zu vereinbaren. Die Angebote zur Sonderausstellung finden Sie hier »