Vorschau auf kommende Ausstellungen

Neue Dauerausstellung über Leben und Werk

Was Sie schon immer über und von Janssen wissen wollten

Eröffnung: 15. März 2020

Um unseren Besucherinnen und Besuchern einen anregenden und leichten Einstieg in das Leben und Werk von Horst Janssen zu ermöglichen, eröffnen wir im März 2020 auf der ersten Ebene des Museums eine neu entwickelte, interaktiv gestaltete Dauerausstellung. In vier Themeninseln können sich die Museumsgäste mit Janssens spannendem Lebensweg, seinen zeichnerischen und druckgrafischen Verfahren sowie seiner Wortkunst vertraut machen.

Drei Filme erläutern Schritt für Schritt seine bevorzugten Drucktechniken. Hands-on-Stationen vertiefen das Verständnis dieser Verfahren. Eine  Zeichenwerkstatt lädt ein, selbst kreativ zu werden, und Hörstationen machen Janssens Leben sinnlich erfahrbar. Die neuen Vermittlungsangebote verzahnen sich eng mit den Originalen aus der Sammlung. Diese werden in wechselnden thematischen Ausstellungen gezeigt.

Freuen Sie sich auf eine lebendige Begegnung mit dem Leben und Werk von Horst Janssen!

Veränderte Sichten

Horst Janssen und die Architektur

9. Mai bis 23. August 2020

Schon als Student zeichnet Horst Janssen Architekturen und Häuser als Bestandsaufnahme seiner Umgebung. Später dann experimentiert und spielt er in seinen Arbeiten sehr unterschiedlich mit der Darstellung architektonischer Strukturen: Mal werden Wand, Dach oder ganze Straßenzüge zum Thema seiner Holzschnitte, dann verbindet er in seinen Zeichnungen Alltagsdinge wie Sektkorken oder Radnaben mit landschaftlichen Strukturen und lässt diese so zu Türmen und Festungen werden. Nicht selten sogar wird die dargestellte Architektur bei Janssen zur Bühne, oftmals zum Schauplatz von Dramen.

 

Dan Perjovschi: Drawing your Attention

12. Juni bis 13. September 2020

Dan Perjovschi (geboren 1961) ist ein Zeichner, der international umtriebig ist (Biennale Venedig, MoMA New York, Ludwig Forum Aachen) und das Zeichnen zu einem persönlichen Lebensstil gemacht hat. Klassisch ausgebildet, beherrscht er das Handwerk von Grund auf, hat sich aber von der virtuosen Handzeichnung komplett verabschiedet, um seine Inhalte direkt und schnörkellos zu vermitteln. Er nimmt auf aktuelle gesellschaftspolitische Ereignisse Bezug und bringt seine Kommentare gerne direkt auf die Wand (Dortmunder U) oder gleich auf die Fassade auf (Horst-Janssen-Museum Oldenburg). „Urban“ oder „Naked Drawings“ nennt er seine Arbeiten, die mit ungeheuer gewitzten Sprachspielen und verblüffenden Pointen seine Sicht der Dinge auf den Punkt und auf die Linie bringen.

In unserem Museum für Zeichnung ist er ein lustvoller, kluger und unkonventioneller Ausreißer, der sich deshalb Einiges erlauben darf. Dan Perjovschi, der eigentlich in Bukarest lebt und arbeitet, wird in der zweiten Juniwoche vor Ort arbeiten und sich dabei von uns über die Schulter sehen lassen.

Das kann nur Zeichnung!

Werke von Beethoven bis Pinterest

2. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021

Wir erleben zurzeit eine starke Hinwendung zum Analogen. Ob es das Graphic Recording während einer Sitzung im Büro ist, der „von Hand geschriebene“ Produktname auf einem industriellen Erzeugnis oder das private Interesse am Hand Lettering-Workshop. Die Handzeichnung gerät wieder vermehrt in den Blick und zwar (auch) jenseits eines künstlerischen Ausdrucksmittels. Sie ist und war schon immer war eine der wichtigsten Kulturtechniken des Menschen.

Die zentrale Fragestellung und These dabei ist: Gibt es Phänomene, die nur innerhalb der (Hand-)Zeichnung vorstellbar und möglich sind? In acht Abteilungen, wie „Zeichnung kann konstruieren“, „Zeichnung kann erzählen“ oder „Zeichnung kann entlarven“, gehen wir dieser Frage nach. Ohne künstlerische Hierarchien sollen Architektur-Entwürfe von Friedensreich Hundertwasser neben modernen CAD-Drucken präsentiert werden, Selbstbefragungen von Paula Modersohn-Becker mit  anonymen Selbstporträts von Internetplattformen wie pinterest in einen Dialog treten oder Zeichnungen aus dem Patentamt mit animierten Musikvideos kontrastieren.