Zeichenkunst bis heute

Queeres Programm

Horst, mal ehrlich: ein queer-feministischer Blick auf Janssen

Wie können wir Horst Janssen heute erzählen – und für wen machen wir das überhaupt? Wessen Perspektiven sind sichtbar, welche fehlen? Welche Bilder von Kunst, Geschlecht und  Künstler:innenschaft werden fortgeschrieben?

Wir versuchen, einen queer-feministischen » Blick auf die gesellschaftlichen Zuschreibungen zu richten, die Janssen bis heute prägen: exzentrischer Künstler, Frauenheld oder Raufbold. Wir möchten dem Male Gaze » etwas entgegensetzen und ein heteronormatives System hinterfragen, das Gewalt verharmlost oder ästhetisiert. In unseren Formaten wird das Museum zu einem Raum für eine kritische Reflexion von Männlichkeitsbildern, Begehren und der Sexualisierung von Frauen*.

Queerer Salon

Der Queere Salon ist ein Gesprächs- und Begegnungsformat im Horst-Janssen-Museum. Jeder Queere Salon hat ein eigenes Thema, das sich an der aktuellen Ausstellung orientiert, und wird durch eine wechselnde Aktivität ergänzt. Das kann zum Beispiel ein Aperitif im Museum mit anschließendem entspannten Beisammensein im Polyester-Club sein oder ein Workshop, in dem eigene Mini-Magazine – sogenannte Zines – gestaltet werden. So entstehen immer wieder neue Zugänge, Gespräche und Begegnungen.

Der Queere Salon richtet sich an alle, die Lust haben, Kunst aus queeren Perspektiven zu betrachten, eigene Sichtweisen einzubringen und gemeinsam neue Lesarten zu entwickeln – unabhängig von kunsthistorischem Vorwissen. Der Salon findet zwei Mal im Jahr statt.

Nächster Termin

Auftrennen, Abreißen, Anknüpfen

Im dritten Queeren Salon trennen wir misogyne Fäden auf, zerreißen Zuschreibungen und setzen unsere queeren Wahrheiten neu zusammen. Inspiriert von Andrea Zieglers Kunstwerken in der Ausstellung „What Is the Truth and Where Did It go?“ besticken wir Magazine, Zeitungsausschnitte und mitgebrachte Kleidung. 

Samstag, 7. November, 15 bis 18 Uhr
Anmeldung » bis zum 6. November, 12 Uhr.

Kostenfrei

Ort: Denk- und Kreativraum

Queere Intervention

Alle paar Monate gibt es eine neue thematische Hängung der Dauerausstellung. Dazu laden wir queere » Menschen aus Oldenburg und Umzu ein, sich an drei Terminen mit Horst Janssen auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden wählen intuitiv einzelne Werke aus der Sammlung aus, die sie inspirieren, nachdenklich stimmen oder sogar wütend machen. 

Die Teilnehmenden bekommen Zugang zu Informationen aus der Bibliothek und dem Archiv und entdecken in dieser Auseinandersetzung neue Details.  Sie reagieren schließlich mit eigenen Texten, Zeichnungen oder Statements auf Janssens Arbeiten. Die Ergebnisse der queeren Interventionen werden jeweils in der laufenden Ausstellung präsentiert und dauerhaft im Museumsarchiv dem Bild zugeordnet.

Queeres Programm im Horst-Janssen-Museum – Sei dabei!

Anmeldung über museumsvermittlungs(at)stadt-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 235-3403 oder über das Anmeldeformular »

Rückblick

Diskutieren, Kunst aus neuen Perspektiven betrachten, selbst kreativ werden – wer mehr über unsere letzten queeren Veranstaltungen erfahren möchte, erhält hier einen Rückblick »