Zeichenkunst bis heute

Queeres Programm

Horst, mal ehrlich: ein queer-feministischer Blick auf Janssen

Wie können wir Horst Janssen heute erzählen – und für wen machen wir das überhaupt? Wessen Perspektiven sind sichtbar, welche fehlen? Welche Bilder von Kunst, Geschlecht und  Künstler:innenschaft werden fortgeschrieben?

Wir versuchen, den Blick auf die gesellschaftlichen Zuschreibungen zu richten, die Janssen bis heute prägen: exzentrischer Künstler, Frauenheld oder Raufbold. Wir möchten dem Male Gaze » etwas entgegensetzen und ein heteronormatives System hinterfragen, das Gewalt verharmlost oder ästhetisiert. In unseren Formaten wird das Museum zu einem Raum für eine kritische Reflexion von Männlichkeitsbildern, Begehren und der Sexualisierung von Frauen*.

Queere Intervention

Alle paar Monate gibt es eine neue thematische Hängung der Dauerausstellung. Dazu laden wir queere » Menschen aus Oldenburg und Umzu ein, sich an drei Terminen mit Horst Janssen auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden wählen intuitiv einzelne Werke aus der Sammlung aus, die sie inspirieren, nachdenklich stimmen oder sogar wütend machen. 

Die Teilnehmenden bekommen Zugang zu Informationen aus der Bibliothek und dem Archiv und entdecken in dieser Auseinandersetzung neue Details.  Sie reagieren schließlich mit eigenen Texten, Zeichnungen oder Statements auf Janssens Arbeiten. Die Ergebnisse der queeren Interventionen werden jeweils in der laufenden Ausstellung präsentiert und dauerhaft im Museumsarchiv dem Bild zugeordnet.

Nächste Queere Intervention zu „Janssen in Farbe“

Wir suchen queere, feministische und kritische Perspektiven für das Horst-Janssen-Museum! Dazu laden wir queere Menschen aus der Stadt ein, sich mit Bildern von Horst Janssen auseinanderzusetzen. In diesem Durchgang geht es um die neue Hängung der Dauerausstellung zum Thema „Janssen in Farbe“. Wir erarbeiten dazu gemeinsam Texte und Kommentare, die in der laufenden Ausstellung präsentiert werden. 

Montag, 9. Februar, 17 bis 19 Uhr, erstes Kennenlernen und Einblicke in die Ausstellung
Montag, 23. Februar, 17 bis 19 Uhr, Textwerkstatt
Mittwoch, 25. März, 17 Uhr, öffentliche queere Führung und Textpräsentation

Anmeldung bis zum 5. Februar.

Kostenfrei.

Queerer Salon

Der Queere Salon ist ein Gesprächs- und Begegnungsformat im Horst-Janssen-Museum. Jeder Queere Salon hat ein eigenes Thema, das sich an der aktuellen Ausstellung orientiert, und wird durch eine wechselnde Aktivität ergänzt. Das kann zum Beispiel ein Aperitif im Museum mit anschließendem entspannten Beisammensein im Polyester-Club sein oder ein Workshop, in dem eigene Mini-Magazine – sogenannte Zines – gestaltet werden. So entstehen immer wieder neue Zugänge, Gespräche und Begegnungen.

Der Queere Salon richtet sich an alle, die Lust haben, Kunst aus queeren Perspektiven zu betrachten, eigene Sichtweisen einzubringen und gemeinsam neue Lesarten zu entwickeln – unabhängig von kunsthistorischem Vorwissen. Der Salon findet zwei Mal im Jahr statt.

Nächster Queerer Salon: Welche Farbe hat ein Kuss?

Im diesem queeren Salon geht es um dich! Unter der Anleitung von Emily Pogson, Illustrator:in aus Hamburg, nähern wir uns spielerisch der eigenen Körperlichkeit und Queerness: Welche Farbe hat ein Kuss? Was würde ein Ohr einem Knie erzählen? Im Workshop gestalten wir kleine, selbstgemachte Hefte, sogenannte Zines. Wer möchte, kann die eigenen Werke im Foyer des Museums auslegen – vielleicht entsteht eine kleine Zine-Bibliothek, in der Besucher:innen die Werke anschauen, mitnehmen und sich von ihnen inspirieren lassen können.

Samstag, 31. Januar, 15 bis 18 Uhr

Anmeldung bis 21. Januar.

Kostenfrei.

Die Veranstaltung wird unterstützt von den Freunden und Förderern des Horst-Janssen-Museums e.V.

Queeres Programm im Horst-Jansen-Museum – Sei dabei!

Anmeldung über museumsvermittlungs(at)stadt-oldenburg.de, telefonisch unter 0441 235-4227 oder über das Anmeldeformular »